Informationen für Betroffene und Angehörige
 
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Wissenswertes zu Fatigue

Der Umgang mit Fatigue kann einen Einfluss auf das Krankheitsgeschehen haben. So ist es hilfreich, Freunde, Familie, Bekannte und ggf. Arbeitskollegen zu informieren. Das Führen eines „Energietagebuchs“ kann hilfreich sein, seinen Tag zu strukturieren. Nach anstrengenden Situationen sollte auch genügend Ruhe eingeplant werden. Auch das Schlafverhalten kann Einfluss auf die Fatigue haben. Es kann hilfreich sein, zu regelmäßigen Zeiten ins Bett zu gehen.

Durch eine Fatigue kann möglicherweise der Wiedereinstieg in den Beruf erschwert sein. Hier können ggf. rehabilitative Maßnahmen hilfreich sein, die z. B. im Anschluss an eine Krebstherapie (Anschlussheilbehandlung) dem Patienten zur Verfügung stehen.

Wissenswertes

Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit

Wenn sich Fatigue besonders auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirkt, werden Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Konzentration beeinflusst. Medikamente zur Steigerung der Aufmerksamkeitsfähigkeit werden derzeit noch erprobt und allgemein nicht empfohlen. Verhaltenstherapeutische Behandlungsprogramme werden ebenfalls getestet.

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Fatigue im Berufsleben

Neben der Beeinträchtigung der allgemeinen Lebensqualität können auch die beruflichen Möglichkeiten durch Fatigue eingeschränkt werden. Mögliche Problemfaktoren sind die verminderte körperliche Einsatzfähigkeit und die kognitiven Einschränkungen, die auftreten können. Die Aufrechterhaltung oder der Wiedereinstieg in das Berufsleben können bei Fatigue-Betroffenen erschwert sein. Da Fatigue noch keine Anerkennung als eigenständige Diagnose erfahren hat, kann die Inanspruchnahme von rehabilitierenden Maßnahmen schwierig sein, aber durch ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt, den Psychologen des Arbeitsamtes oder der Rentenversicherung begünstigt werden.

Den Energiehaushalt beobachten

Die Erschöpfung und ständige Müdigkeit der Umgebung begreiflich zu machen, gehört zu den schwierigen Aufgaben der von Fatigue betroffenen Patienten. Ein Hineinversetzen in den Zustand und das Kräftemaß eines anderen Menschen ist schwierig. Die Haushaltung der Kräfte, ausreichende Ruhephasen und ein offener Umgang mit dem Erschöpfungssyndrom helfen, die Erkrankung in den Alltag zu integrieren. Ein gesundes Kräftemaß ohne eine Unterforderung des Patienten wird in der Regel gefunden, wenn man die Signale des Körpers zu deuten lernt und beginnt, ein Energietagebuch zu führen.

Fatigue im Tagesablauf

Das Führen eines Energietagebuches ermöglicht die Einschätzung des Kraftverbrauchs und die Bewertung der durchgeführten Aktivitäten. Eine bewusste Gestaltung des Tagesablaufs führt im Idealfall dazu, dass zu viel Aktionismus verhindert wird und zukünftige Tage kräftemäßig besser zu bewältigen sind. Aktivitäten, die erledigt werden müssen und sollen, können kraftsparend und mit Ruhepausen durchgeführt werden. Um psychischen Belastungen entgegenzuwirken, sollten schöne und angenehme Aktivitäten fest in den Tagesablauf eingeplant werden.

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Schlafen lernen

Trotz anhaltender Müdigkeit leiden viele Fatigue-Patienten unter Schlafstörungen. Ein leichtes Schlafmittel kann schwere Einschlafstörungen bekämpfen, sollte aber eine kurze Wirkdauer besitzen und möglichst am nächsten Tag nicht mehr nachwirken. Daneben sind das bewusste Festlegen der Schlafdauer auf ein vor der Erkrankung als erholsam empfundenes Maß, das sofortige Aufstehen nach dem Aufwachen und der Beginn leichter Aktivitäten bei Einschlafstörungen sinnvoll.

Die Fatigue akzeptieren

Die effektivste Bekämpfung der Fatigue ist nur möglich, wenn ein offener Umgang mit ihr gepflegt wird. Die Information des Umfeldes über das Syndrom ist dabei unumgänglich, um Verständnis für die Situation zu erhalten. Dabei sollten die Betroffenen versuchen, auch die Lage des Umfeldes in Bezug auf die Krankheit nicht außer Acht zu lassen und ein offenes Ohr für Probleme und Sorgen der anderen zu behalten.

Barbara Kliem

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Fatigue-Syndrom, kurz Fatigue, oder auch Erschöpfungssyndrom tritt häufig als begleitendes Symptom von chronischen Erkrankungen auf. Krebspatienten leiden häufig unter Fatigue. Auch bei MS, Rheuma oder chronischen Herz- und Lungenkrankheiten kann Fatigue auftreten. Mit Fatigue wird ein Gefühl von Müdigkeit und Antriebslosigkeit bezeichnet, wobei ausreichend Schlaf die Müdigkeit nicht bessern kann. Sie tritt häufig als Symptom während der Therapie auf, z. B. bei Krebspatienten ist dies häufig bei Strahlen- und Chemotherapie der Fall. Auch die eingesetzten Medikamente können zur Entstehung der Fatigue beitragen.

Man geht man davon aus, dass ca. 75 % der Krebspatienten im Verlauf der Therapie davon betroffen sind.

Die Entstehung von Fatigue ist noch nicht abschließend geklärt. Häufig tritt sie bei einer Krebserkrankung auf. Auch Patienten mit chronischen Erkrankungen und/oder Autoimmunerkrankungen können davon betroffen sein.

Die Krankheit selbst als auch Therapiemaßnahmen können die Entstehung einer Fatigue begünstigen. Häufig kann die Grunderkrankung Stoffwechsel, Hormone oder auch Gehirnfunktionen verändern. Z. B. eine Anämie (Blutarmut) kann eine Fatigue begünstigen. Auch psychische Belastungen wie z. B. Depressionen können zur Entstehung einer Fatigue beitragen. Ebenso können sie als Symptom einer Fatigue auftreten.

Der Umgang mit Fatigue kann einen Einfluss auf das Krankheitsgeschehen haben. So ist es hilfreich, Freunde, Familie, Bekannte und ggf. Arbeitskollegen zu informieren. Das Führen eines „Energietagebuchs“ kann hilfreich sein, seinen Tag zu strukturieren. Nach anstrengenden Situationen sollte auch genügend Ruhe eingeplant werden. Auch das Schlafverhalten kann Einfluss auf die Fatigue haben. Es kann hilfreich sein, zu regelmäßigen Zeiten ins Bett zu gehen.

Durch eine Fatigue kann möglicherweise der Wiedereinstieg in den Beruf erschwert sein. Hier können ggf. rehabilitative Maßnahmen hilfreich sein, die z. B. im Anschluss an eine Krebstherapie (Anschlussheilbehandlung) dem Patienten zur Verfügung stehen.