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Therapie von Fatigue

Zur Therapie von Fatigue können sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Maßnahmen ergriffen werden. Die Blutarmut wird meist mittels einer Transfusion von roten Blutkörperchen behandelt. Bei Krebspatienten kann diese Methode aufgrund des Infektionsrisikos oft nicht angewendet werden. Dann wird meist das Hormon Erythropoetin verordnet.

Sport und Bewegung können die Symptome der Fatigue lindern. Dabei sollten Krebspatienten sich nicht überlasten, sondern auf eine regelmäßige Ausführung achten. Schnelles Spazierengehen kann schon hilfreich sein. Sportarten wie Nordic-Walking oder Schwimmen sind empfehlenswert. Gerade während der Krebstherapie sollte auf ausreichend Bewegung geachtet werden.

Therapie von Fatigue

Lange hat sich die Therapie der Fatigue darauf beschränkt, die Blutarmut zu behandeln. Inzwischen kann man analog zu der multifaktoriellen Verursachung von Fatigue auf verschiedene Faktoren zur Behandlung zurückgreifen. Medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen sollen dem Betroffenen helfen, mit dem Erschöpfungssyndrom besser umgehen zu können.

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Behandlung der Blutarmut

Um die Blutarmut (Anämie) zu behandeln, werden dem Körper rote Blutkörperchen in Form einer Transfusion zugeführt oder die körpereigene Produktion der roten Blutkörperchen hormonell angeregt. Beide Methoden sorgen für eine rasche Vermehrung des Sauerstoffs im Blut und damit für eine Steigerung von Energie und Leistungsfähigkeit. Die Bluttransfusion ist mit Infektions- und Unverträglichkeitsrisiken verbunden, weshalb bei ohnehin belasteten Patienten die hormonelle Behandlung bevorzugt wird. Vorteil ist dagegen ein schnellerer, etwa drei Wochen anhaltender Effekt, der nach Bedarf wiederholt werden kann.

Behandlung von physisch bedingter Fatigue

Bei krebsbedingter Fatigue kann die Behandlung des Erschöpfungssyndroms auch einen Einfluss auf die gesamte Therapie nehmen. Ein Patient, der die Fatigue behandeln lässt, kann nicht nur seine Lebensqualität deutlich verbessern, sondern auch die Therapiemaßnahmen verträglicher machen. Um die Anzahl der roten Blutkörperchen zu erhöhen, wird aufgrund des Infektionsrisikos keine Transfusion durchgeführt, sondern parallel zur Chemo- oder Strahlentherapie die Gabe des Hormons Erythropoetin verordnet. Ein Nachteil dieser Behandlung ist, dass die Wirkung häufig erst nach einigen Wochen und nicht bei allen Patienten eintritt. Neben der Blutarmut können Stoffwechselstörungen die Ursache einer Fatigue sein. Dazu können Hormonstörungen sowie Störungen der Schilddrüse oder der Nebennieren gehören. Diese Störungen können medikamentös behandelt werden.

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Sport und Bewegung

Treten im Rahmen der Erkrankung Muskelschwächen auf, die eine Fatigue auslösen, können diese mittels eines gezielten Bewegungsprogramms behandelt werden. Dabei steht eine schonende Behandlung des Patienten im Vordergrund. Dennoch sollten die Anstrengungen im Krankheits- und Therapieverlauf nicht auf ein Minimum reduziert werden, weil ein anhaltender Bewegungsmangel negative Effekte auf die Leistungsfähigkeit und damit auf den Krankheitsverlauf hat. Ausdauersportarten wie Jogging, Schwimmen und Radfahren sind ideale Bewegungsmöglichkeiten für Patienten, die an Fatigue leiden. Bereits regelmäßiges zügiges Spazierengehen steigert die Leistungsfähigkeit und bekämpft die Fatigue. Die sportliche Betätigung sollte nicht erst nach Abschluss der Therapie, sondern unter medizinischer Kontrolle mit Beginn der Behandlung anfangen.

Behandlung von psychisch bedingter Fatigue

Eine wichtige Auswirkung sowohl der Erkrankung als auch der Fatigue ist die psychische Belastung. Andauernde negative Verstimmung, Motivations- und Antriebslosigkeit können einzeln oder gemeinsam auftreten. Eine Behandlung dieser seelischen Belastungssymptome können zwar mit Antidepressive behandelt werden, diese Therapiemethode wird allerdings allgemein nicht empfohlen. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen wie Gesprächstherapien in Einzelsitzungen oder Gruppengesprächen werden bevorzugt.

Barbara Kliem

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16. Oktober 2017
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Fatigue-Syndrom, kurz Fatigue, oder auch Erschöpfungssyndrom tritt häufig als begleitendes Symptom von chronischen Erkrankungen auf. Krebspatienten leiden häufig unter Fatigue. Auch bei MS, Rheuma oder chronischen Herz- und Lungenkrankheiten kann Fatigue auftreten. Mit Fatigue wird ein Gefühl von Müdigkeit und Antriebslosigkeit bezeichnet, wobei ausreichend Schlaf die Müdigkeit nicht bessern kann. Sie tritt häufig als Symptom während der Therapie auf, z. B. bei Krebspatienten ist dies häufig bei Strahlen- und Chemotherapie der Fall. Auch die eingesetzten Medikamente können zur Entstehung der Fatigue beitragen.

Man geht man davon aus, dass ca. 75 % der Krebspatienten im Verlauf der Therapie davon betroffen sind.

Die Entstehung von Fatigue ist noch nicht abschließend geklärt. Häufig tritt sie bei einer Krebserkrankung auf. Auch Patienten mit chronischen Erkrankungen und/oder Autoimmunerkrankungen können davon betroffen sein.

Die Krankheit selbst als auch Therapiemaßnahmen können die Entstehung einer Fatigue begünstigen. Häufig kann die Grunderkrankung Stoffwechsel, Hormone oder auch Gehirnfunktionen verändern. Z. B. eine Anämie (Blutarmut) kann eine Fatigue begünstigen. Auch psychische Belastungen wie z. B. Depressionen können zur Entstehung einer Fatigue beitragen. Ebenso können sie als Symptom einer Fatigue auftreten.

Der Umgang mit Fatigue kann einen Einfluss auf das Krankheitsgeschehen haben. So ist es hilfreich, Freunde, Familie, Bekannte und ggf. Arbeitskollegen zu informieren. Das Führen eines „Energietagebuchs“ kann hilfreich sein, seinen Tag zu strukturieren. Nach anstrengenden Situationen sollte auch genügend Ruhe eingeplant werden. Auch das Schlafverhalten kann Einfluss auf die Fatigue haben. Es kann hilfreich sein, zu regelmäßigen Zeiten ins Bett zu gehen.

Durch eine Fatigue kann möglicherweise der Wiedereinstieg in den Beruf erschwert sein. Hier können ggf. rehabilitative Maßnahmen hilfreich sein, die z. B. im Anschluss an eine Krebstherapie (Anschlussheilbehandlung) dem Patienten zur Verfügung stehen.